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Mit schweißnassen Händen & klopfendem Herzen beobachtete ich eine untersetzte Frau wie sie sich bekreuzigte, eine Kerze anzündete & eine Heilige anbetete bevor sie sich hinter mich ins Publikum setzte.

Wir hatten vorher geprobt & nun waren es noch einige Minuten bis zum Konzertbeginn. Ich saß nun schon auf Position in der ersten Reihe von der aus ich langsam zum Altar schreitend das Eröffnungslied singen sollte.

Mein Blick fiel auf die vielen Darstellungen, die als Skulpturen & Wandmalereien zuhauf in dieser wunderschönen Kirche zu finden waren.

Heilige, Könige, Verwundete, Geschundene, Gold ohne Ende, Engel, Zepter, Schlangen, Gebende, Heilende, Selige….

Alles Abbilder, Bilder die nach außen geparkt wurden, um uns zu erinnern, daß wir all dies in uns tragen, mal freier, mal verschütteter für uns & andere spürbar.

Hier verführen sie den Menschen dies im Außen zu suchen, diese Kraft im Außen anzubeten, um etwas zu erbitten, das sie sich sehnlichst wünschen. Sei es Heilung, Frieden, Liebe, Kraft…

Ich streckte meine Fühler nach innen aus, um zu fühlen, ob das der Wirklichkeit entspricht. Und ja, ich konnte sie alle in mir finden.

Und die Gewissheit die Aspekte in mir selber aktivieren zu können, indem ich sie mir bewußt mache & ihnen Aufmerksamkeit schenke.

Das nichts unmöglich ist, weil alles DA IST in mir & die Welt wie ich sie erlebe ein Spiegel ist.

Und damit die Verantwortung einher geht genau hinzuschauen, echt zu fühlen & mich für das Richtige, meiner Wahrhaftigkeit ausrichtend zu entscheiden.

Zu wissen, daß auch all die unschönen Aspekte dazugehören & ich erst im Annehmen, so SEIN lassen, gepaart mit dem Halten des Lichts des Bewußtseins, der Ausrichtung nach dem Frieden, der Liebe, echt, frei fließend LEBEN & dienen kann. 

Das erfüllte mich mit Zuversicht & Mut weiterzumachen.

Der Männerchor summte den Grundton während sie durch den Kirchengang nach vorne liefen. Das Zeichen für mich das Eröffnungslied zu singen & gemeinsam mit dem Klangmeister Bohodar & dem phänomenalen Chor CanTonale alle Anwesenden zum Fliegen zu bringen.

Die zweite Erkenntnis war, daß Lampenfieber unvermeidlich dazugehört & Treib-& Kraftstoff für die Gebärenden & Empfänger sind.

Und die dritte Erkenntnis wie wichtig das Mitteilen ist, vor allem für die Mitteilende;) & das es sich lohnt immer wieder über sich selbst hinauszuwachsen.

Ich wünsche euch einen gesegneten ODINstag, möge er euch viel Kraft, Zuversicht & LIEBE schenken!

Cornelia Dola

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